Pause in Annaberg

Ruhe-Ort in ruhiger Stadt

Annabergs Zentrum ist wunderschön restauriert. Es gibt gut gemachte Museen (Bergbaugeschichte), Besucherbergwerke, eine sagenhaft schöne Kirche (spätgotische Hallenkirche) , eine fantastische Berglage (Toskana Dörfer könnten neidisch werden), tolle Kunsthandwerksgeschäfte, sogar ein, zwei wirklich gute Restaurants.

Dennoch ist Annaberg völlig tot.

Ich bin morgens auf den Marktplatz gegangen: Leer. Ich habe die kleine Fußgängerzone abgelaufen: Niemand in der Straße. Ich habe mich in Cafés gesetzt: Ich blieb allein. Das gleiche mit den Restaurants. Ab 8 Uhr abends sind alle entvölkert. Manche schließen sogar um diese Zeit.

Eine Erklärung dafür habe ich nicht. Ich habe Kellnerinnen, Geschäftsleute, Museumsführer befragt. Alle meinten, es läge nicht an wirtschaftlicher Not. Die Leute gingen einfach nicht aus. Und zum Einkaufen führen sie in die großen Malls am Rand der Stadt. Die einzige Kundschaft seien Touristen, die sich aber auch nicht in großer Zahl nach Annaberg verirrten.

Seltsames Erzgebirge.

Personal Feelings

Hunger: Wiesentholer Pelzflasch (Schweinebraten mit gebratenen Pilzen, Sauerkraut und böhmischen Knödeln). 9,80 Euro.
Schmeckte zu Beginn überraschend gut. Mit der Dauer verlor die ungewöhnliche Zusammenstellung aber ihren Reiz und wurde geschmacklich eher langweilig.
Trotzdem gut, dass überhaupt Neues riskiert wurde.