In Laufen hat das Laufen einen Anfang und ein Ende

Um halb neun meinen letzten „Braunen“ getrunken und Tschüss gesagt.

Abgeschlossen

Abgeschlossen

Salzburg erwachte gerade. Die Sonne durchstach an manchen Stellen pfeilscharf die Wolkendecke.

Ich hatte 20 Kilometer zu laufen. Bis ins deutsche Laufen an der Salzach.

GPS-192-Salzburg

Der Weg immer entlang des Flusses. Bis auf eine Ausnahme. Wegen einer kaputten Brücke musste ich einen 2 Kilometer langen Umweg gehen.

Das Ferne ist nah

Das Ferne ist nah

Außerhalb der Stadt die Strecke meist schnurgerade. Meist vollständig von Wald eingewattet.

Grenztunnel mit Licht am Ende

Grenztunnel mit Licht am Ende

Auf meiner gesamten Wanderung hatte ich so gut wie nie Angst gehabt – obwohl ich immer alleine unterwegs war, auch in Dunkelheit, auch an einsamsten Stellen.

Aber heute war mir irgendwie bang. Als könnte mich kurz vor Schluss meiner Wanderung noch irgendein Unglück anfallen. Ein verrückter Waldmensch, ein verzweifelter Dieb, ein Hirnschlag, die Faust Gottes. Irgendwas.
Ich traute der Stille nicht, schaute mich mehrmals um.

Entdeckte nichts, außer eines dieser für mich nicht entschlüsselbaren Graffiti unter einer Bahnbrücke.

Last picture

Last picture

Ich lief meinen Fünferschritt. 5 Kilometer die Stunde. Stoppte selten. Es gab eh kaum Fotomotive.

Kurz vor meinem Ziel blieb ich stehen. Hielt inne und schnaufte durch. Hinter mir die Alpen im Schnee.

Goodbye

Goodbye

Vor mir die Salzachbrücke.

Letzte Brücke

Letzte Brücke

100 Schritte noch.
Und meine Grenzwanderung war vorbei.

Nie mehr laufen

Nie mehr laufen

Um halb eins Laufen betreten.

Zu meiner Überraschung wurde ich erwartet. Von Resi.

Miss Germany hat gewartet

Miss Germany hat gewartet

Exakt an der Stelle, an der ich vor gut zwei Jahren, am 29.November 2011, meine Reise begonnen hatte.

Ich umarmte sie. Resi freute sich und sagte, dass sie stolz auf mich sei.

913 Kilometer war ich auf meiner jetzigen Etappe (in den letzten 5 Wochen) gewandert. Jetzt war ich am Ziel. Mein Ziel war der Anfang.

Ein klein wenig Statistik:

Insgesamt 192 Tage gelaufen. 4.571 Kilometer zurückgelegt. Einmal Deutschland komplett umrundet.

Ostgrenze: 1.492
Nordgrenze: 1.183
Westgrenze: 1.234
Südgrenze: 662

GPS-Gesamtstrecke-S

Ich aß einen Schweinsbraten (exzellent und reichlich), trank ein Hefeweizen.

The last Schweinsbraten

The last Schweinsbraten

Und setzte mich in den Zug: homeward bound!

Auf Mozarts Spuren nach Salzburg

Fort, fort von diesem Ort.

Nein, so schlimm war es nicht. Ich hätte mir in der Früh gerne die Altstadt von Berchtesgaden noch einmal angeschaut. Niemand war jetzt unterwegs.
Nur – auf irgendeine Weise war mein innerer Motor auf „Weitergehen“ programmiert. Ich sattelte meinen Rucksack, stieg automatisch hinunter ins Tal und bereute, nicht wenigstens ein Foto von Berchtesgaden gemacht zu haben.

(Ich erinnerte mich, wie ich vor jetzt 4 Jahrzehnten einmal eine Amerikanerin in einem Zug animiert hatte, den Ortsnamen auszusprechen. „Brchtesgaaarten“. Sie hätte mich fast dafür geohrfeigt. Zu schwierig für jeden ausländischen Mund. Selbst für einen schönen.)

Die Berchtesgadener Ache, ein paar markante Landschaftszeichen und ein Radweg lotsten mich Richtung Salzburg. „Mozart-Radweg“ hatten Tourismusplaner die Strecke betitelt.

Übergroßer Hinkelstein

Übergroßer Hinkelstein

Mein heutiges Tagesziel: 26 Kilometer entfernt.

GPS-190-Berchtesgaden

GPS-Gesamtstrecke bis 190

„Wandern an den Grenzen Deutschlands“. Ich dachte darüber nach, warum ich in den letzten Tagen, ja Wochen kaum das Gefühl hatte eine Grenze zu begehen. Mal trennten die Gebirgszüge der Alpen Österreich von Deutschland radikal, mal war in den Tälern die Grenze nicht einmal mehr im Winzigen spürbar, so ähnlich sind sich Tiroler und Oberbayern. Selbst das Essen und die Speisekarten kopieren sie sich gegenseitig.
Wenn ich eine Grenze in den letzten Wochen spürte, dann war es meine eigene. Das Auf- und Abwandern in den Bergen hatte mich müde gemacht. Ich war froh, dass die Tour bald zu Ende war.

Green River

Green River

Kürbisse am Wegrand kündeten Halloween an.

Schwieriges Rätsel: Was passt nicht in die Reihe?

Schwieriges Rätsel: Was passt nicht in die Reihe?

In den Bergen schneite es heute bereits. Ich aber war im noch grünen Salzburger Tal angekommen. Auf 420 Meter hinabgestiegen.

Greenland

Greenland

Obwohl erst früher Nachmittag, graute es bereits um das Schloss Hellbrunn.

Standard

Standard

Um 15 Uhr 30 über den Mozartsteg in die Altstadt rechts der Salzach eingebogen.

Salty River

Salty River

Zum ersten Mal auf der Tour steckte ich mir earphones ins Ohr und hörte mir im beginnenden Regen eine Mozart-Arie an.
Soviel Klischee musste sein.
„Ruhesanft, mein holdes Leben“, aus der Oper „Zaide“. Dirigiert von Nikolaus Harnoncourt.

Durst: Grüner Veltliner.

Hunger: Hochzeitssuppe (Brühe mit Fleisch, Griesnockerl, Gemüseeinlagen). 5,50 Euro. Gut und reichlich.

T190-Essen-01

Wildschweinschnitzel. Zu trocken gebraten. 16,50 Euro.

T190-Essen-02

Unterkunft: teuer.

Zum Himmel über Berchtesgaden

Blau ist er nicht: der Himmel über Ramsau.

Himmelsdach

Himmelsdach

Auch nicht voller Putenengel und Bergfeen.

Kleiner als gesehen

Kleiner als gesehen

Er wirkt eher schmerzerfüllt, leidend, gequält. Nicht wirklich ein Paradies. Würde ich gerne in den Ramsauer Himmel wollen?

Größer als gedacht

Größer als gedacht

Unten auch nicht besser. Da liegt eine Leiche! Einfach so an der Straße.

Täglich laufen an ihr Dutzende Kinder vorbei. Warum werden sie nicht traumatisiert? Ist das christliche Leiden derart als Puppenspiel akzeptiert, dass der tägliche Anblick eines gefolterten Menschen nicht einmal ein kleines Kind aufregt?

Auch Knirpse durchschauen also den Theatereffekt der katholischen Inszenierungen?

Größer als winzig

Größer als winzig

Merkwürdiges Ramsau.

Schon immer hatte mich der Name des Ortes fasziniert. Der Dorfkern winzig. Aber in den Hügeln: Hunderte von Ferienhäusern im Alpenstil.
Äußerst beliebt.

Ich hatte Zeit heute. Wollte „nur“ ins nahe Berchtesgaden gehen, mit dem unbedeutenden Umweg über den Königssee. Kaum mehr als 15 Kilometer insgesamt.

GPS-189-Ramsau

GPS-Gesamtstrecke bis 189

Ein bisschen Berg.

Was rieselt ist ein Riesling?

Was rieselt ist ein Riesling?

Ansonsten langweilige Siedlungsstraßen. Fast jedes Haus bot Ferienzimmer an.

Bald war ich am Königssee. Einer der mythischen Orte in Deutschland.

Der kleine Hafen natürlich überlaufen. Lange zögerte ich, ob ich mich in eines der überfüllten Boote begeben sollte. Kälte, keine Sicht, Hunderte Chinesen und noch mehr fußlahme, aber laute deutsche Senioren sprachen dagegen.

Ich fuhr dennoch nach Sankt Bartholomä.

Der Schicksalsberg Watzmann nicht zu sehen. Nebel hing/floss ins Tal.

Entensee?

Entensee?

Mystical sea

Mystical sea

Take a photograph of me

Take a photograph of me

Purple Rain

Purple Rain

Ich betrat weder XL-Restaurant, noch Fischstube, weder Schänke noch Wallfahrtskapelle.
Ich ließ die Horden in Ruhe.

Und tuckerte mit der Masse zurück.

Crowded

Crowded

Nach Berchtesgaden nicht mehr weit zu gehen.
In der kleinen malerischen Altstadt keine Lust gehabt, Fotos zu machen. Völlig überfüllte Straßen. Trotz Regentag.
Das war nicht Bayern. Das war Disney-County.

Durst: Wieninger Bier. Fast süßlich. Schmeckte mir nicht. (Privatbrauerei. Seit 1813.)

T189-Bier01

Hunger: Im Ganzen gebratener Saibling. Ordentlich. (Zu teuer.)

T189-Essen-01-01

Unterkunft: 55 Euro (mit Frühstück.)

Going fast nach Going

Kühe, Industrie, Berge.
Erfolgsrezept Österreichs.
Ziemlich reich das Land. Auch wenn ständig gemeckert wird.

City Limits

City Limits

Brückenwochenende für die Deutschen. Sie hatten über ihren Nationalfeiertag (3. Oktober) den Nachbarn kurzzeitig wieder besetzt (friedlich).

Jetzt – Sonntag – strömten sie zurück (nicht friedlich). Ich versuchte den Autopuls zu messen. 30 gesehene und gehörte Karossen pro Minute! Alle zwei Sekunden pusteten ein VW, Daimler, BWW, Skoda und auch ein paar Motorräder ihre Abgase in die Alpen.

Out of limit

Out of limit

Die Alpen sind zuallererst Wirtschaftsraum und graue Steine, wenn man in sie hineinbohrt.

Deep down

Deep down

Heute hatte ich mir Zeit gelassen. Ich war müde, schon beim Aufstehen. Es gibt solche Tage. Erst um halb zehn hatte ich mir den Rucksack aufgebunden. Ich hatte mir vorgenommen bis Going zu laufen. Ich schaffte es nicht, suchte kurz davor eine Unterkunft: in Ellmau.
24 Kilometer weit weg.

GPS-186-Kufstein

GPS-Gesamtstrecke bis 186

Unfreiwillig hatte ich den schwierigen Weg gewählt. An manchen Tagen gelingt mir wenig.

1904 schuf ein kaiserlicher Ingenieur eines der ersten Hochdruck Kraftwerke in den Alpen.

Up Up to the sky

Up Up to the sky

Dummerweise folgte ich den alten Röhren und musste über Leitern, herausgehauene Stiegen und mit Drahtseilen gesicherte Minipfade mich in die Höhe wuchten. Ich verfluchte meine Entscheidung.

Stairways

Stairways

Kam aber an. Mit klopfendem Puls.
Jesus!

Schön da oben.

Wish to be here

Wish to be here

Schon bald zeigte sich das Ziel des ganzen Kraftwerksaufwandes. Der Hintersteinersee. Ein eiszeitlicher Gebirgssee, aus dem in der Neuzeit Strom gewonnen wird.

Liegt wunderschön.

Sea Sight

Sea Sight

Vor dem Abstieg zu ihm stärkte ich mich in einer Almhütte mit Apfelschorle und Weißbier.
Dann runter.
Meist aber nahm mir der Wald die direkte Sicht auf das Wasser.

Wald-Zaun

Wald-Zaun

Nur selten freie Schussbahn für meine Kamera.

So?

So?

Ich versuchte den Fotoapparat gerade auszurichten.

Oder So?

Oder So?

Spät gelang es mir.

Oder doch so ?!

Oder doch so ?!

Am Uferwald ein Andachtsort.
Die Gottesmutter (eigenartig stilisiert) am Fuß eines mächtigen Baumes, umgeben von merkwürdig aufgeschichteten Kieseln.
Offenbar mischte da jemand christliche und germanische Motive.

Was nun?

Was nun?

Er war es nicht. Er schipperte mit seinem seltsamen Traktor lediglich die Genossenschaftsmilch an die Sammelstelle.

Er stand nicht Kopf

Er stand nicht Kopf

Um halb fünf entschied ich mich, mein Quartier in Ellmau aufzuschlagen.
Hundemüde war ich und hatte noch nicht einmal eine Erklärung dafür.

So normal

So normal

Durst: Gösser Bier. Wässrig, kaum Geschmack. Obwohl die Brauerei eine unglaubliche Tradition hat. Schon 1459 in Dokumenten erwähnt!!!

T186-Bier-01

Hunger:
Tiroler Bauernschmaus. Selchfleisch, Schweinefleisch, Würstl, Speck, Sauerkraut, Semmelknödel. Sättigend. 11,90 Euro.

T186-Essen-01

Unterkunft: 45 Euro (mit Frühstück). Sehr zufrieden.

Alle Wege führen in den Nebel, nur einer nach Kufstein

Der heutige Tag begann wie der gestrige: der steile Anstieg sofort. Fünfhundert schweißtreibende Meter hoch gleich nach Frühstück. Dann ging es auf dem Bergkamm weiter.

Herbstalm

Herbstalm

Das Ziel: Österreich erreichen. Kufstein lag am nächsten. 25 Kilometer entfernt.

GPS-185-Bayrischzell

GPS-Gesamtstrecke bis 185

Um halb zehn aufgebrochen. Der Schlechtwettergott war aber früher aufgewacht und hatte den Wald schon eingenebelt. Er schickte mir Nieselregen als Dauerbegleiter.

Die Bauernhöfe am Berg massiv. Wie Trutzburgen. Aber doch auch elegant, stilvoll.

Wetterburg

Wetterburg

Alle Wege führten direkt in den Nebel hinein.

Nieselnebel

Nieselnebel

Egal, ob ich Berg hoch oder Berg runter lief.

Graunebel

Graunebel

Reichlich durchweicht erreichte ich eine (nicht sehr hoch liegende) Berghütte.
Der Kamin war bereits eingeheizt. Ich konnte meine Klamotten trocknen.
Die Wirtin servierte mir eine Flädle-Suppe. Das Fett schwamm in der Rindsbrühe. Schmeckte aber großartig.

In der Bauernstube wollten diesen Abend einige Volksmusiker eine Session veranstalten.

Bauernstube

Bauernstube

Ich bedauerte nicht dabei sein zu können.
Bei der wortkargen Stuben-Dame erkundigte ich mich, was das für ein merkwürdiges Instrument im Eck der Bauernstube sei.
„Teufelsgeige“ – die viersilbige Antwort.

Ich durfte sie fotografieren.

Teufelsgeige, Bettelgeige, Bumbass

Teufelsgeige, Bettelgeige, Bumbass

Ein Gaudi-Instrument, an dem gute Musiker allerdings verzweifeln. Bratpfanne, Blechbüchse, Ratsche, Becken, Schellen und sonstiger Kleinkram schicken ziemlich krachlederne Töne hinaus.

Den Berg hatte ich inzwischen überquert und ich stieg durch Wald nach Kiefersfelden ab. Die Baumkronen waren gegen Regen imprägniert und hielten ihn fern von mir.

Regendach

Regendach

Und plötzlich hatte ich ihn vor mir: den Inn!

Wie fotografiert man Luft?

Wie fotografiert man Luft?

Ich freute mich. Ein bisschen war es wie Heimkommen. Auf der allerersten Etappe meiner Grenzwanderung war ich dem Inn bereits ein gutes Stück gefolgt.

Verhüllter Zuckerhut

Verhüllter Zuckerhut

Der Kreis begann sich zu schließen. Ich war nicht mehr weit von meinem Ziel entfernt, Deutschland einmal zu umrunden.
7, 8 Tage fehlten jetzt noch.

Ich freute mich auch auf Österreich.

Beim Grenzübertritt begrüßte mich ein Kilometerstein mit einer Null.

Kilometer-Eichung

Kilometer-Eichung

Ziemlich genau um 17 Uhr überquerte ich den Fluss und betrat Kufstein.

Finde die Brücke

Finde die Brücke

Durst: Grüner Veltliner.
Hunger: Ochsenfleisch mit Kren, Kartoffeln und Gemüseallerlei. Ordentlich (aber nicht fein). 12,50 Euro.

T185-Essen-01

Mit fallendem Herbstlaub nach Rottach-Egern

Manchmal erschreckten mich fallende Herbst-Blätter, wenn sie meinen Kopf streiften.
Manchmal lösten sich kleine Ästchen von den Bäumen und schwebten langsam zu Boden, getragen von drei, vier Fallschirmen, die wie Herbstlaub angemalt waren.

Schneisenwald

Schneisenwald

Zum ersten Mal hörte ich einen Hirsch in freier Wildbahn röhren. Ich war beeindruckt. Sehr weit weg kann er nicht gewesen sein. Oder er hatte ein ungemein kräftiges Organ.

Ich folgte einem schönen Waldpfad. Auf meinem Weg nach Rottach-Egern. 40 km entfernt.

GPS-183-Vorderriess

GPS-Gesamtstrecke bis 183

Eigentlich wollte ich früh aufbrechen. Aber der Gasthof, in dem ich übernachtet hatte, war im Feiertagstrott und entließ mich erst um halb neun.

Aus dem Bergwald wechselte ich bald in das Bachbett der Isar. Schöner Auenwald.

Tal der Weiß-blauen Berge

Tal der Weiß-blauen Berge

Angeblich ist die Obere Isar noch der einzige Wildfluss Deutschlands.

Das Wasser: quellklar.

Bayerischer Urquell

Bayerischer Urquell

Schon bald war es jedoch vorbei mit der Wildheit. Die Isar wurde aufgestaut zu einem künstlichen See, dem man das Menschengemachte nicht ansah.

Smaragküste

Smaragküste

Wieder Glücksgefühl. Ich kann es nicht erklären warum.
Ähnliches Empfinden wie unterm Gipfelkreuz. Irgendetwas Reines, Befreites. Auf irgend eine Weise eingebunden in die Welt.

Studie in Blau

Studie in Blau

Ich streifte das Ufer des Sylvensteinsees entlang. Konnte den Finger nicht vom Foto-Aulöser nehmen. Er war festgeklebt.

Studie in Blau Grün

Studie in Blau Grün

Studie in Blau und Weißblau

Studie in Blau und Weißblau

Studie in Weiß-Blau 2

Studie in Weiß-Blau 2

Studie in Weiß-Blau 3 (mit ein paar Farbeinsprengseln).

Studie in Weiß-Blau 3 (mit ein paar weiteren Farbeinsprengseln).

Ein paar Fischer waren auf dem Stausee, ich konnte nicht erkennen, ob sie einen Fisch an ihren Angelhaken hatte.
Ich fragte mich, wieso ich nie Anglerinnen oder Fischerinnen sah?
Wieso war dies eine reine Männerdomäne?
Hatten Frauen keine Zeit, Zeit zu verschwenden?

Beute(l) ?

Beute(l) ?

Gegen halb eins dem Sog des Sees entkommen und durch einen Fußgängertunnel den Weg Richtung Lenggries eingeschlagen.

Das Ende zu sehen

Das Ende zu sehen

Noch einige Zeit folgte ich der Isar, die aber durch den Stausee gezähmt war.
Anschließend musste ich einen Berg queren. Von 600 auf 1.000 Meter Höhe. Dann wieder rutschige Wege hinunter, manchmal durch kleine steinige Bachläufe stiefelnd.

Rutschpfad

Rutschpfad

Entlang besonders tief eingeschnittener Schluchten arbeitete ich mich schließlich bis 16 Uhr in das Weißach-Tal hinunter.

Vorsicht!

Vorsicht!

Noch lagen 4 1/2 Stunden vor mir. Immer dem Flüsschen folgend. Ich durchrannte das legendäre Wildbad Kreuth und auch Kreuth selbst. Es wurde dunkel und ich hatte Mühe, in den Kuhwiesen den Pfad zu meinem vorreservierten Gasthof zu finden.
Ein funkelnder Sternenhimmel beleuchtete mir ein wenig den Weg.
Der Kleine Bär über mir weinte Sternschnuppen. Er konnte den Großen Bären, der sich hinter eine Wolke aufhielt, nicht sehen.
Halb neun war ich in Rottach-Egern.

Riesenhunger: Hirschsteak mit Champignons und Butterspätzle. Exzellent. 18 Euro.

T183-Essen-01

Unterkunft: 50 Euro (mit Frühstück)

Schleichenweg nach Vorderrieß

Ein fantastischer Tag kündete sich an.
Schon von meinem Hotelfenster konnte ich früh die Zugspitze sehen.

Kaum aus Garmisch draußen, türmte sich das Massiv komplett (mit Alpsitze, Zugspitze etc.) vor mir auf.

The heights of Germany

The heights of Germany

Mein heutiges Ziel: Vorderrieß im Isartal. Ca. 31 km zu gehen.

GPS-182-Garmisch

GPS-Gesamtstrecke bis 182

Abseits der viel befahrenen Bundesstraße schöne Dörfer.

Kamera mit automatischer Motiv-Suche

Kamera hatte auf automatische Motiv-Suche gestellt

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, keine Hausfassaden mehr abzufotografieren. Die letzten zwei Tage waren der Overkill gewesen.
Aber Kitsch verführt doch zum Hinschauen.

Reizend oder Aufreizend?

Reizend oder Aufreizend?

Vor dem Haus stand Paule. Gestern war er auf dem Oktoberfest in München gewesen und hatte sich beim Fingerhakeln die Hand gebrochen.
Trotzdem hielt er eine Maß hoch und bot an, mich ins Isartal zu begleiten. Ich willigte ein.

Im Handumdrehen

Im Handumdrehen

Ich fragte Paule, warum hier die jungen Leute so anders seien als im Rest der Republik. Wieso sie sich mit Lederhose und Janker oder Dirndl genauso kleideten wie ihre Eltern? Warum sie klaglos die Familienbetriebe übernähmen, in den Wirtschaften kellnerten und Abends mit am Stammtisch säßen? Spielen sie nur Tradition? Oder hatten sie auch etwas davon? Wirtschaftlich vielleicht?

Paule verstand nicht recht, worauf ich hinauswollte. Ich vertagte das Thema.
Wir stärkten uns mit Weißwurst, süßem Senf, Brezel und einem Weißbier.

T182-Essen-02

Und zogen weiter.

Kein Gemecker

Kein Gemecker

Über einen kleinen Berg und schon war ich in einer anderen Gegend. Karwendel-Gebirge!

Bayerisch Idyll 1

Bayerisch Idyll 1

Diese Felsen musste ich umlaufen. Sie markierten ziemlich genau die Grenze mit Österreich.

Bayerisch Idyll 2

Bayerisch Idyll 2

Nach 4 Stunden schließlich in das Obere Isartal eingebogen.

Yosemite Bavariae

Yosemite Bavariae

Auf Hangwegen begleitete ich den Fluss, der hier – wenn nicht gerade Schneeschmelze ist – eher ein Flüsschen ist.

Auf nach München

Auf nach München

Paule brauchte immer wieder eine Pause. Er kühlte sich seine gebrochene Hand im Isarwasser.

T182-Paule-02-imp

Ich versuchte noch einmal etwas aus ihm heraus zu locken. Wollte wissen, warum Bayern so anders funktioniert? Warum es für viele junge Menschen hier selbstverständlich ist, einmal im Jahr an einer Wallfahrt teilzunehmen? Warum sie dem Hüttenzauber und Jodelquatsch nicht überdrüssig würden? Warum …. ?

Paule antwortete einfach nicht, trat dafür nach einer Schleiche am Wegesrand.

Schleich Di !

Schleich Di !

Der Wanderweg meist eine breite Sandstraße.

Yosemite Bavariae 2

Yosemite Bavariae 2

Selten kamen ein paar Radfahrer vorbei. Die Isar schwoll ein wenig an. Klitzeklar das Wasser.

Herbst blättert ab

Herbst blättert ab

Nach 9 Stunden, die zwar anstrengend waren, aber doch eher einem Spaziergang glichen, erreichte ich Vorderrieß. Kaum mehr als 3, 4 Häuser am Isarufer.

Der Weg ist am Ziel

Der Weg ist am Ziel

Aber einen Gatshof gab es, in den ich mich einquartierte.

Hunger: Krustenbraten mit Kartoffelsalat. Ordentlich. 9, 50 Euro.

T182-Essen-01

Paules Hand hatte sich nun gänzlich selbständig gemacht. Zapfte unablässig ein Bier.
Ich half ihm beim Trinken.

T182-Paule-03-imp

Unterkunft: 45 Euro (mit Frühstück).

Durch Nebelwände nach Füssen

Ohne große Erwartungen losgezogen. Zu dicht war der Nebel, der den Morgen einhüllte.

Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel

Ich wollte mal wieder hoch hinaus. Auch die Hände beim Gehen benutzen. Also wählte ich eine Bergroute und setzte mir als Minimalziel für heute: Füssen. 17 km entfernt. Um 9 Uhr hatte ich mein Unterkunft verlassen.

GPS-178-Pfronten

GPS-Gesamtstrecke bis 178

Breite, aber steile Straße zunächst, die zum feinen Schlosshotel Falkenstein führte.
Von dort kamen mir Gäste entgegen. In alten Luxusschlitten.

Ohne Nebelhorn

Ohne Nebelhorn

Ein Benz nach dem andern.

Old times

Old times

Bald verieß ich die Teerpiste und kämpfte mich einen erst gemütlichen, dann immer wilderen und steilen Serpentinenpfad hinauf.
Ziemlch glitschig. Mehrmals musste ich ziemlich unfreiwillig auf allen Vieren kraxeln.

Mehr Wurzeln als Äste

Mehr Wurzeln als Äste

Und dann war es plötzlich da! Das Glück!

Dach meiner Welt

Dach meiner Welt

Ich war oben. 1.280 Meter hoch. Und empfand – so pathetisch es klingt – reines Glück.

Über den Wolken sind Wolken

Über den Wolken sind Wolken

Schwere unter mir, Leichtigkeit um mich herum.

Aus den blauen Bergen

Aus den blauen Bergen

Es wird mir immer rätselhafter, was Glück überhaupt ist, wenn ein simpler Bergaufstieg plus ein bisschen Sonne genügen, dass der Körper so verschwenderisch mit Endorphinen umgeht.

Kreuzglücklich

Kreuzglücklich

Ich hatte die Burgruine Falkenstein erreicht. Hier plante Ludwig II. einmal eine noch größere Märchen-Burg als Neuschwanstein.

Mal 'ne richtige Bezeichnung: 2Falken-Stein"

Mal ’ne richtige Bezeichnung: „Falken-Stein“

Zum Glück war nichts daraus geworden. Ich hatte den Falkenhorst lange ganz allein für mich und versuchte von oben eine Gesetzmäßigkeit in den Nebelbewegungen unten zu entdecken.
Mit Entropie hatte, was ich sah, nichts zu tun.
(Da konnte ein Demiurg noch so die Welt unter mir hin und her schütteln: Nichts verteilte sich gleichmäßig und nichts löste sich ins Nichts auf. Nix und niemands starb heute den Wärmetod!)

Alternativheimat für Lochness

Alternativheimat für Lochness

Beim Abstieg machte ich noch einen kurzen Abstecher zur Mariengrotte knapp unterhalb des Falkensteins.

Höhenschwindel

Höhenschwindel

Beeindruckend die Lage. Kitschig die Ausführung. Lourdes-Nippes in die Berge verlegt.

Grottenkitsch

Grottenkitsch

Dame und Magd

Dame und Magd

Über den Bergkamm (Zirmgrat) wanderte ich weiter Richtung Füssen.

Manche Täler schafften es sich irgendwie nebelfrei zu machen.

Wann fällt er ?

Wann fällt er ?

Will gar nicht mehr runter!

Will gar nicht mehr runter!

Im Zirmwald tobte sich dafür die Nebelfee jetzt so richtig aus.

Erleuchtet

Erleuchtet

Erst alte Grenzsteine machten mir bewusst, dass ich mich ziemlich genau auf der deutsch-österreichischen Grenze bewegte und das in stattlicher Höhe.

Kunstvoll

Kunstvoll

Wer hat eigentlich jemals Zeit gehabt, den zickzackigen Grenzverlauf hier festzulegen und zu markieren? (War es dieselbe nationalistische Energie, die Staaten in der Arktis, auf dem Mond, auf dem Mars und irgendwann in der Milchstraße Grenzen ziehen lässt?)

Guter Steinmetz

Guter Steinmetz

Die bewirtschaftete Hütte auf der Saloperalm liegt auf Tiroler Gebiet, die Zufahrt aber ist nur von der bayerischen Seite möglich. Und von dort strömten Massen der Samstags-Sonne entgegen.

Hüttenzauber?

Hüttenzauber?

Vor der Almhütte die Staatsgrenze.

Urdeutsches Wort: Achtung!

Urdeutsches Wort: „Achtung“!

Das Schild offensichtlich vom Staate Österreich aufgestellt.
Ich hätte ja zu gerne gewusst, vor was ich mich in Acht hätte nehmen sollen. Und wenn nicht, welche Sanktionen mir gedroht hätten. Und von wem.

Grenzen sind heute in Europa ein Scherz. Ich vermute, Witzbolde haben dieses Schild hier aufgestellt. (Oder die Österreichische FPÖ, die meint es ja ernst mit Ab-GRENZungen.)

Nach einigen Stunden war ich wieder im Tal. Immer noch mit Glücksgefühlen. Der Alat-See vor mir.

Ludwig II hätte sich hier auch ersäufen können

Ludwig II hätte sich hier auch ersäufen können

Lange wusste ich nicht, ob ich mich nun auf deutschem oder österreichischem Boden bewegte. Der Wald gab mir die Antwort.
Der Herbst hatte ihn Schwarz-Rot-Gold markiert.

Wald-Fahne

Wald-Fahne

Der Rest war ein Spaziergang. Die Iller entlang.

Fischerparadies

Fischerparadies

Bis Füssen. Gegen 16 Uhr fand ich ein Hotel.

Durst: Bier!

Hunger:
Zanderfilet in Dillsauce. Zander ziemlich trocken gebraten.

T178-Essen-01

Unterkunft: 65 Euro (mit Frühstück).

Gipfelglück auf dem Weg nach Lingenau

Das ganze Haus schmaler als eine Haustür breit. 57 cm!
Hätte mich ja schon interessiert, einen Blick hinter die Fassade zu werfen.

small is beautiful

small is beautiful

Über 200 Jahre ist das Bregenzer Anwesen alt. Spindeldürr scheint es nur auf der Eingangsseite, nach hinten weitet sich das Gebäude.
Anyway: Das ändert nichts daran, dass es wohl die schmalste Hausfassade in Europa ist.

Aus Bregenz fand ich zügig raus. Mein Ziel: durch den Bregenzer Wald bis nach Lingenau. Ein 26 km langes Hoch Tief-Unternehmen.

GPS-175-Bregenz

GPS-Gesamtstrecke bis 175

Von Bregenz bis in den den Vorort Wolfurt ging es nur mäßig bergauf.

Schon im Wald - und sieht doch nicht so aus

Schon im Wald – und sieht doch nicht so aus

Ab dann eine stete Berg- und Talfahrt. Mal schnell 300 Meter hoch, dann rasant nach unten, um gleich wieder heftig anzusteigen.

Alpen eben! Schon nach 2 Stunden war ich völlig durchgeschwitzt.

Ich versuchte der Beschilderung zu folgen. War trotzdem oft orientierungslos. Ab und zu stieg ich einfach Bergwiesen hinauf, in der Hoffnung, oben wieder Wege zu finden.

Navi-Wege!

Navi-Wege!

Oben dann die überraschende Belohnung: das Gasthaus „Dreiländerblick“. An klaren Tagen ein Wahnsinnspanorama. Heute konnte ich Bodensee, Rheinmündung, Schweiz und Deutschland nur schemenhaft erahnen.

Fängt nicht an, hört nicht auf

Fängt nicht an, hört nicht auf

Gott sei Dank hatte ich mir in Lindau einen Alpen-Wanderführer besorgt. Bei der Vielzahl der sich kreuzenden Wege wäre ich völlig aufgeschmissen gewesen.

Mein Navi hilflos.

Meine Wegekarte

Meine Wegekarte

Ich schaffte es auf den ersten Gipfel. Noch nicht wahnsinnig alpin: Schlappe 1.180 m. Reichte aber für intensive Glücksgefühle.

Angekommen

Angekommen

Man sieht dem Brüggele-Kopf nicht an, welche Anstrengung es kostete, ihn zu erklimmen. Extrem steile, knieschädigende und rutschige Pfade. An zwei Stellen sogar kurze Seilsicherung. 5 1/2 Stunden war ich von Bregenz jetzt ohne nennenswerte Pause unterwegs.

OnTop of the hill

On top of the hill

Runter war einfach. Wirtschaftswege und Schotterpisten!

Who goes up must go down

Who goes up must go down

Schöne Postkarten!

Immer!

Immer!

Schindel-Hannes wohnt hier.

Aber beim Runtergehen, geht's manchmal auch wieder hoch

Aber beim Runtergehen geht’s manchmal auch wieder hoch

Minigipfel mit Gipfelkreuz.

Keine Details!

Keine Details!

Die Bregenzer Alpen sind manchmal sehr lieblich.

Immer nur Totalen!

Immer nur Totalen!

Ich hatte bislang überhaupt keine Zeit gehabt, über irgendetwas nachzudenken. Die ganze Tagestour war ich nur darauf fixiert, meine Beine am Laufen, meinen Atem und Puls gleichmäßig zu halten und nicht aus dem Tritt zu kommen.

Mein Wasser und Essbedarf stieg derweil dramatisch. Wo immer es eine Bergwirtschaft gab, trank ich beinahe literweise Wasser, Apfelschorle und Bier.
Wo immer es etwas zu Essen gab, schlug ich zu.

Hunger:
(In Alberschwende – vor dem Aufstieg zum Brüggele-Kopf.) Frische Pfifferlinge mit Semmelknödel. Äußerst fein. 12,90 Euro.

T175-Essen-01

(Berggasthof Brüggele.) Zwetschgen-Datschi mit Sahne. Leicht warm und köstlich. 3,50 Euro.

T175-Essen-02

(Gasthof in Lingenau.) Bregenzwälder Käsespätzle. 12 Euro. Exzellent! Nicht penetrant und doch kräftig. Klasse Käsegeschmack.

T175-Essen-03

Die Wirtin erklärte mir, dass ihre Küche einen sehr feinen Bergkäse für die Spätzle benutzen würde. Ich gratulierte ihr für den Geschmack.

Schon als ich nach nach 9 1/2 Stunden reichlich erschöpft nach Lingenau hineingewandert war, hatte ich mir draußen rasch die Speisekarten der drei, vier Gasthäuser angeschaut. Alle hatten das gleiche Programm: Wiener Schnitzel, Jägerschnitzel, Grill-Teller, Bregenzer Käsespätzle.

Ich fragte mich, ob die Österreicher hier einfach nichts anderes essen oder ob die Touristen für die krasse Verarmung der Speisekarten sorgten.

Ich hatte nicht ahnen können, dass ein guter Koch auch phantasielosen Gast-Ansprüchen trotzen kann.
Mein zweites Gipfelglück heute.

Unterkunft: 50 Euro (mit Frühstück).

Pausengang nach Bregenz

Lindau unter einer Dunstglocke.

Nicht scharf zu kriegen

Nicht scharf zu kriegen

Meine Rückenmuskeln signalisierten mir, dass ich eine Wanderpause machen sollte. Ich gehorchte.
10 Kilometer trotzte ich dennoch meinem Körper ab. 2 1/2 Stunden von Lindau nach Bregenz.

GPS-174-Lindau

GPS-Gesamtstrecke bis 174

Auf dem gemütlichen Spaziergang nach Österreich ein paar Graffiti.

Heino-Frisur

Heino-Frisur

Anonymos kann sprayen!

Claudia Roth Frisur

Claudia Roth Frisur

Und er hat Sinn für leuchtende Farben.

Lauda Käppi

Lauda Käppi

In Bregenz eine dichte Nebeldecke.
Erst gegen Abend lichtete sich der Nebel etwas.

Mit der Pfänderbahn fuhr ich auf den Bregenzer Hausberg.

Aus dem Nebel in den Dunst

Aus dem Nebel in den Dunst

Morgen werde ich mir einen dieser Berge aussuchen. Dann geht es in die Alpen!

Höhere Sphären

Höhere Sphären

Hunger.
Vorspeise: Rheintaler Mostsuppe mit Gemüsestreifen. Sehr schmackhaft! 4,60 Euro.

T174-Essen-01

Hauptgericht: Wiener Schnitzel (Kalb). Viel und gut. 18,90 Euro.

T174-Essen-02

Unterkunft: 80 Euro (mit Frühstück).